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Modelmappe erstellen: so geht's

Um Model zu werden, brauchst du kein teures Fotobuch. Eine starke erste Modelmappe besteht aus aktuellen Digitals, ein paar guten Fotos und genauen Maßen – so zusammengestellt, dass eine Agentur dich in Sekunden einschätzen kann. So baust du dein Model-Portfolio Schritt für Schritt auf — inklusive der Teile, die die meisten Ratgeber weglassen: Absprachen bei Testshootings, Betrugsmaschen und Hinweise für Eltern.

Modelmappe erstellen: so geht's

1. Starte mit Digitals

Mach vor jedem Shooting schlichte Digitals bei natürlichem Licht: von vorn, im Profil, in Dreiviertelansicht und als Ganzkörper, mit neutralem Ausdruck und einmal lächelnd. Kein oder sehr wenig Make-up, enge schlichte Kleidung, keine Filter. Viele Agenturen nehmen neue Gesichter allein auf Basis von Digitals unter Vertrag — unser Digitals-Ratgeber hat die komplette Shotliste.

2. Finde die Richtung, die zu dir passt

Commercial, Editorial, Laufsteg, Fitness, Petite, Plus-Size, Parts-Modeling: Jede Richtung hat andere Looks und Erwartungen, und die Anforderungen unterscheiden sich je nach Agentur und Markt. Schau dir die Boards der Agenturen in deiner Stadt an, um zu sehen, wen sie vertreten, und richte deine Fotos auf die Jobs aus, die du am ehesten buchst.

3. Testshootings — aber richtig

Testshootings, oft TFP (Time for Prints) genannt, sind Kooperationen, bei denen Model und Fotograf beide ohne Honorar ihr Portfolio aufbauen. Vereinbart vor dem Shooting schriftlich drei Dinge: wann und wie du die Fotos bekommst, wie beide Seiten sie nutzen dürfen und wie der Fotograf genannt wird.

  • Prüfe die bisherigen Arbeiten und Referenzen des Fotografen
  • Triff dich im Studio oder an einem öffentlichen Ort, und nimm gern jemanden mit
  • Sprecht Konzept und Outfits vorher ab — akzeptiere am Set keine Überraschungen
  • Bitte um Übergabe über einen Galerie-Link, damit nichts verloren geht und die Credits erhalten bleiben

4. Wähle weniger, aber stärkere Fotos

Acht bis zwölf Bilder reichen. Beginne mit dem Foto, das dir an einem guten Tag am ähnlichsten sieht, mische Nah- und Ganzkörperaufnahmen und streiche alles, wo Kleidung, Location oder Retusche im Mittelpunkt stehen statt du.

5. Ergänze Maße und Details

Größe, Brust- oder Oberweite, Taille, Hüfte, Schuhgröße, Augen- und Haarfarbe, Stadt und ob du reist. Miss vor dem Veröffentlichen neu und runde nie auf — Agenturen messen beim ersten Treffen nach.

6. Bring alles auf einen Link

Agenturen bevorzugen einen Link, der am Handy schnell öffnet, statt Anhängen. Auf Mefolio liegt dein Portfolio unter mefolio.co/deinname, mit Auswahl, Digitals, Maßen und Sedcard auf einer Seite. Für ein bestimmtes Casting schickst du einen Auswahl-Link nur mit den passenden Fotos.

7. Abschicken, nachfassen, Öffnungen verfolgen

Nutze die Bewerbungsseite oder E-Mail der jeweiligen Agentur. Halte die Nachricht kurz: Name, Alter, Stadt, Größe, ob du vertreten bist, und dein Link. Kommt nach einer Woche keine Antwort, ist ein kurzes Nachhaken normal — und zu wissen, ob dein Link geöffnet wurde, sagt dir, ob du nachfassen oder weiterziehen solltest.

Warnsignale und Betrugsmaschen

  • Alle, die Geld verlangen, bevor sie dich vertreten, oder „Portfolio-Pakete“ als Bedingung für einen Vertrag verkaufen
  • Fremde in Privatnachrichten, die nach Fotos, Geld oder einem Treffen fragen
  • Anfragen nach Dessous- oder Nacktfotos beim ersten Kontakt
  • Druck, einen Vertrag sofort zu unterschreiben — nimm ihn mit nach Hause und lies ihn
  • Shootings, zu denen du niemanden mitbringen darfst

Agenturen verdienen normalerweise eine Provision an den Jobs, die sie für dich buchen. Manche strecken Kosten wie Sedcards oder Testshootings vor und ziehen sie von deinen Einnahmen ab — lass dir jede Kostenposition vor der Unterschrift schriftlich geben.

Unter 18? Ein Hinweis für Eltern

Minderjährige sollten sich immer mit einem Elternteil oder Erziehungsberechtigten bewerben. Der Erziehungsberechtigte sollte jeden Vertrag lesen und unterschreiben, bei Shootings und Castings dabei sein und die Zahlungen abwickeln. Die Regeln für arbeitende Minderjährige unterscheiden sich je nach Land — prüfe die lokalen Vorschriften und frag die Agentur, wie sie junge Models schützt.

Checkliste vor dem Abschicken

  • Digitals aus den letzten Monaten
  • Acht bis zwölf Fotos, das stärkste zuerst
  • Maße neu geprüft
  • Fotografen genannt
  • Kontaktdaten oder Agentur sichtbar
  • Link öffnet schnell am Handy

Fragen

Brauche ich professionelle Fotos, um Model zu werden?
Nein. Agenturen wollen zuerst klare, aktuelle Digitals. Professionelle Fotos helfen später, und Testshootings sind ein üblicher Weg, sie zu bekommen.
Wie viele Fotos gehören in eine Modelmappe für Anfänger?
Aktuelle Digitals plus ein paar starke Fotos — höchstens acht bis zwölf —, die dein Gesicht und deinen ganzen Körper zeigen.
Was ist TFP?
Time for Prints: ein Testshooting, bei dem Model und Fotograf ohne Honorar arbeiten und beide die Fotos für ihr Portfolio bekommen. Sprecht Übergabe, Nutzung und Credit vorher ab.
Was kostet eine Modelmappe?
Auf Mefolio ist sie kostenlos während des Starts. Digitals kosten nichts, und Testshootings laufen oft ohne Honorar.
Darf eine Modelagentur Geld von mir verlangen?
Sei vorsichtig bei allen, die Geld verlangen, bevor sie dich vertreten. Agenturen verdienen normalerweise eine Provision an Buchungen; lass dir alle Kosten schriftlich geben.
Bin ich groß genug oder zu alt, um anzufangen?
Das hängt von der Richtung und der Agentur ab. Commercial, Petite und viele andere Bereiche haben breitere Anforderungen als der Laufsteg — prüfe die Bewerbungsseite jeder Agentur.
Können Minderjährige Model werden?
Ja, mit einem Elternteil oder Erziehungsberechtigten bei jedem Schritt, von der Bewerbung über die Unterschrift bis zu den Shootings. Es gelten die lokalen Regeln für Minderjährige.
Was ist der Unterschied zwischen Digitals und Modelmappe?
Digitals zeigen dich, wie du heute bist, ohne Styling. Die Modelmappe zeigt deine besten gestylten Arbeiten. Agenturen wollen beides, Digitals zuerst.

Baue dein Portfolio auf

Weitere Ratgeber

Mefolio ist eine Portfolio- und Lieferplattform für Models und Fotografen. Das Shooting kommt über einen privaten Link; das Model übernimmt ausgewählte Bilder mit Fotografen-Credit auf seine Seite.

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